Volker H. Schendel – Vitamin D Research - Freier Wissenschaftsjournalist - http://www.urlaub.astrologiedhs.de/3.html


Das Studium der Rechtswissenschaften - 

Die vollständige Fassung gibt es hier:

http://vonabisw.de/48.html

Rezension zu:

Fritjof Haft: Juristische Lernschule  -  351 S., Normfall – Verlag, München, 2010  -   ISBN 978-3-00-032888-6  -  € 24,80

http://d.mp3vhs.de/vonabisw/rezensionen/Haft1.mp3


Rezension zu:

Brockmann / Dietrich / Pilniok (Hrsg.): Exzellente Lehre im juristischen Studium  -  Auf dem Weg zu einer rechtswissenschaftlichen Fachdidaktik  -  Herausgegeben von RAin Dr. Judith Brockmann, Maître en Droit, Dr. Jan-Hendrik Dietrich, Dr. Arne Pilniok, Nomos, Baden-Baden, 2011, 295 S., Broschiert, ISBN 978-3-8329-6385-9  -  (In Gemeinschaft mit facultas.wuv Verlag)  -  59,- 

http://d.mp3vhs.de/vonabisw/rezensionen/Pilniok.mp3


Rezension zu:

hrsg. von Urs Kramer, Tomas Kuhn und Holm Putzke:  Fehler im Jurastudium  -  Ausbildung und Prüfung  -  Tagung vom 13. bis 14. September 2011 an der Universität Passau  -  Boorberg –Verlag, 2012, 326 Seiten  - € 38,– ISBN 978-3-415-04903-1

http://d.mp3vhs.de/vonabisw/rezensionen/Kramer.mp3


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Dr. Karl-Friedrich Lenz – Lernstrategie Jura

Lernstrategie Jura  -  http://www.jurafernstudium.de/lernstrategie.pdf

Lenz S. 80 ff:

„BVerfGE 11, 126, 129 ff. (17. Mai 1960) 

"Während die 'subjektive' Theorie auf den historischen Willen des 'Gesetzgebers' = Gesetzesverfassers, auf dessen Motive in ihrem geschichtlichen Zusammenhang abstellt, ist nach der 'objektiven' Theorie, die in Rechtsprechung und Literatur immer stärkere Anerkennung gefunden hat, Gegenstand der Auslegung das Gesetz selbst, der im Gesetz objektivierte Wille des Gesetzgebers. 'Der Staat spricht nicht in den persönlichen Äußerungen der an der Entstehung des Gesetzes Beteiligten, sondern nur im Gesetz selbst. Der Wille des Gesetzgebers fällt zusammen mit dem Willen des Gesetzes'

(Radbruch, Rechtsphilosophie, 4. Aufl. 1950, S. 210 f.).

Diesem Auslegungsziel dienen die Auslegung aus dem Wortlaut der Norm (grammatische Auslegung), aus ihrem Zusammenhang (systematische Auslegung), aus ihrem Zweck (teleologische Auslegung) und aus den Gesetzesmaterialien und der Entstehungsgeschichte (historische Auslegung). Um den objektiven Willen des Gesetzgebers zu erfassen, sind alle diese Auslegungsmethoden erlaubt. Sie schließeneinander nicht aus, sondern ergänzen sich gegenseitig. Das gilt auch für die Heranziehung der Gesetzesmaterialien, soweit sie auf den objektiven Gesetzesinhalt schließen lassen. Freilich sind die Vorarbeiten eines Gesetzes für dessen Auslegung immer nur mit einer gewissen Zurückhaltung, in der Regel bloß unterstützend, zu verwerten (RGZ 128, 111). Sie dürfen nicht dazu verleiten, die Vorstellungen der gesetzgebenden Instanzen dem objektiven Gesetzesinhalt gleichzusetzen (z.B. schon RGZ 27, 411, ferner BayVerfGH VGHE NF Bd. 3 II 1950 S. 15 [24]). Der Wille des Gesetzgebers kann bei der Auslegung des Gesetzes nur insoweit berücksichtigt werden, als er in dem Gesetz selbst einen hinreichend bestimmten Ausdruck gefunden hat (vgl. z.B. BGH L/M Nr. 3 zu § 133 BGB). Das Bundesverfassungsgericht hat bereits in seiner Entscheidung vom 21. Mai 1952 (BVerfGE 1, 299 [312]) ausgesprochen, daß für die Auslegung einer Gesetzesvorschrift der in dieser zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers maßgeblich ist, so wie er sich aus dem Wortlaut der Gesetzesbestimmung und dem Sinnzusammenhang ergibt, und daß der Entstehungsgeschichte einer Vorschrift für deren Auslegung nur insofern Bedeutung zukommt, 'als sie die Richtigkeit einer nach den angegebenen Grundsätzen ermittelten Auslegung bestätigt oder Zweifel behebt, die auf dem angegebenen Weg allein nicht ausgeräumt werden können.' In seiner Entscheidung vom 15. Dezember 1959(BVerfGE 10, 234 [244]) hat das Gericht diese Grundsätze erneut bestätigt."

 

Es sind vier Methoden zu unterscheiden.

Ausgangspunkt ist die Auslegung nach dem Wortlaut . Der Wortlaut entscheidet einen außerordentlich hohen Anteil aller Fragen.

Die zweite vom Verfassungsgericht genannte Methode ist die Auslegung aus dem Zusammenhang, die systematische Auslegung.

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Auslegung des Begriffes "sonstiges Recht" in § 823 BGB, dem Spitzenreiter des BGB, mit über 14.000 veröffentlichten Entscheidungen in der Datenbank Rechtsprechung von JURIS.

"Sonstiges Recht" im Sinne von § 823 BGB sind nach einer systematischen Auslegung nur ausschließliche Rechte. Das sind Rechte, die gegen jedermann geltend gemacht werden können, im Gegensatz zu solchen, die nur gegenüber bestimmten Personen bestehen. Die in    § 823 Abs. 1 BGB aufgezählten Rechte sind: Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, Eigentum. Alle diese Rechte sind gegenüber jedermann geschützt. Und daher ausschließliche Rechte.

Die systematische Auslegung in diesem Fall entnimmt die Bedeutung der Wörter "sonstiges Recht" aus dem Zusammenhang, in dem sie verwendet werden. Dies ist eine Erscheinung, die auch dem Übersetzer geläufig ist. Das selbe Wort muss je nach dem Zusammenhang in dem es verwendet wird, in der Zielsprache ganz anders übersetzt werden.

Als dritte Methode nennt das Verfassungsgericht die Auslegung aus dem Zweck der Norm, die teleologische Auslegung. Das Wort "teleologisch " leitet sich von dem griechischen Wort telos ab, welches Zweck bedeutet. Statt teleologisch könnte man daher genauso gut "zweckorientiert" sagen. Auf die Gefahr hin, auch von normalen Bürgern verstanden zu werden. Dies setzt allerdings voraus, dass man den Zweck der Regelung auch angeben kann. So kann man etwa für § 107 BGB guten Gewissens den Zweck der Regelung im Schutz von Minderjährigen sehen. Man kann dann die "Willenserklärung, durch die er nicht lediglich einen rechtlichen Vorteil erlangt" an diesem Zweck orientiert bestimmen. Also zum Beispiel auch solche Geschäfte einbeziehen, die zwar rechtlich nicht vorteilhaft sind, aber auch keine Nachteile mit sich bringen (neutrale Geschäfte.  Dies wäre eine zulässige Anwendung der zweckorientierten Auslegungsmethode.

Andererseits ist hier aber auch besondere Vorsicht erforderlich. Leicht kann der Auslegende in Versuchung geraten, irgendwelche Zwecke für maßgeblich zu erklären, die sich nicht aus dem Gesetz ergeben. Dies führt dann dazu, dass der Auslegende die eigenen Wertungen an die Stelle der Wertungen des Gesetzgebers setzt.

Die vierte vom Verfassungsgericht genannte Methode ist die Auslegung der Norm aus den Gesetzesmaterialien und der Entstehungsgeschichte, die historische Auslegung.

Diese Methode hat allerdings einen wesentlichen Nachteil, der gerade in der Situation einer Examensklausur sofort deutlich wird. Sie bezieht sich nicht auf den - auch im Examen zur Verfügung stehenden - Gesetzestext. Vielmehr bezieht sie sich auf irgendwelche anderen Texte. Etwa Begründungen zu Gesetzesentwürfen, oder Protokolle über die Beratungen solcher Entwürfe im Gesetzgebungsverfahren. Diese Texte sind nicht in der für Gesetze vorgeschriebenen Form verkündet. Sie sind nicht vom Bundespräsidenten unterzeichnet. Sie sind daher nicht Teil des Gesetzes selbst. Das Bundesverfassungsgericht sagt daher in dieser Entscheidung ebenso wie in der im ersten Band der Entscheidungssammlung, dass die historische Auslegung nur zulässig ist, um die Richtigkeit einer nach den anderen Grundsätzen ermittelten Auslegung zu bestätigen oder Zweifel zu beheben, die damit allein nicht ausgeräumt werden können. Das kommt dem Bearbeiter einer Examensklausur entgegen. Da er die Protokolle und Begründungen ohnehin nicht greifbar hat, wird er es begrüßen, dass die Auslegung an Hand dieser Texte als Methode nur zweitrangig ist. Für die Lernstrategie ergeben sich aus dieser Sicht der Dinge:

Die Schulung der eigenen Fähigkeit zur Argumentation wird sich auf die Methoden der Wortlautauslegung, der systematischen Auslegung und der zweckorientierten Auslegung konzentrieren. Nur diese Werkzeuge stehen auch in der Klausur unbeschränkt zur Verfügung. Die Entstehungsgeschichte von Vorschriften wird demgegenüber bei der Stoffauswahl in den Hintergrund zu treten haben.“

 

Lenz S. 92 ff:

 

„Die Normalfallmethode von Haft: 

"Im wirklichen Leben dominieren die Normalfälle." – Haft: , Einführung in das juristische Lernen, 6. Aufl. 1997, 182.

Fritjof Haft hat ein Buch mit dem Titel "Einführung in das juristische Lernen" geschrieben. Es liegt im Moment in der

6. Auflage 1997 vor, mit einem Umfang von inzwischen 431 Seiten. Für ein Buch über "Lernstrategie Jura" liegt es nahe, einige der Empfehlungen von Haft zu diskutieren.

Die erste Auflage dieses Buches habe ich vor über zehn Jahren gemeinsam mit einem japanischen Doktoranden zu Übungszwecken in die japanische Sprache übersetzt. Mit einem Zeitaufwand von gut hundert Stunden. Der Grund dafür: Ich war (und bin) der Meinung, dass die "Einführung in das juristische Lernen" ein phantastisches Buch ist. Vor allem wegen der von Haft so genannten Normalfallmethode.

Diese erste Auflage war noch wesentlich kürzer. So war etwa die Stelle, wo sich Haft als Marzipankartoffelngeschichtenerzähler präsentiert, damals noch nicht zu sehen. Wenn ich meinen eigenen Ratschlägen über verständliche Sprache folge, müsste ich hier schreiben: Die Geschichte von den Marzipankartoffeln fand sich in der ersten Auflage noch nicht. Aber ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, ein Wort mit 37 Buchstaben zu schreiben, was sehr wahrscheinlich einen ewigen Rekord in meinen Veröffentlichungen halten wird.

Außerdem werden sich die Leser dieses Buches natürlich fragen "Welche Geschichte über Marzipankartoffeln?". Diese Frage wird diese Leser nachts nicht mehr schlafen lassen, bis sie den nächsten Buchladen aufsuchen und sich das Buch von Haft kaufen. Was sowieso jeder

Jurastudent tun sollte.

In der sechsten Auflage findet sich die Darstellung und Diskussion der Normalfallmethode auf den Seiten 181 bis 194.

Worin besteht diese Methode? Ich fasse die Empfehlungen dort kurz zusammen.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung: In der Praxis sind die normalen Fälle in der Mehrzahl. Die meisten Strafverfahren

etwa betreffen Diebstahl, nämlich Ladendiebstahl. Der Richter, der einen solchen Fall nach dem anderen am Fließband erledigen muss, braucht keine umfangreichen Überlegungen dazu anstellen, ob Diebstahl möglicherweise strafbar sein könnte.

Dies ist von vornherein jedem Laien und jedem Juristen klar. Demgegenüber stehen in der Ausbildung die Problemfälle im Vordergrund. Beim Ladendiebstahl also etwa die Frage, wie der Fall zu behandeln ist, dass jemand einen Artikel in die Tasche steckt, dabei aber von einem Verkäufer beobachtet wird. Versuch oder Vollendung, das ist dann die Frage. Die Normalfallmethode macht sich diesen Vorrang des Normalfalles in der Praxis bewusst. Sie verlangt, auch im Studium zunächst einmal den Normalfall zur Kenntnis zu nehmen. Der Student soll nicht den ganzen Tag nur Probleme "lernen", was sowieso keine gute Strategie ist, weil die vielen Ansichten von Literatur und echtsprechung zu den Problemen nicht auf Dauer im Gedächtnis haften bleiben. Wenn man dies etwa auf den Gleichheitssatz anwendet, die wichtigste Vorschrift im Grundgesetz, dann wird man zunächst einmal einige Fälle bilden, in denen der Gleichheitssatz eindeutig verletzt ist.

Etwa den Fall, dass der Täter X ausgiebige Spaziergänge durch alle Tatbestände des Strafgesetzbuches unternimmt, jeden Tag Vergewaltigungen, Bestechungen, Körperverletzungen usw. begeht, aber nie angeklagt wird. Weil er mit einem hochrangigen Politiker verwandt ist. Zum Glück ist dieser Fall im Moment in Deutschland nur hypothetisch. Oder der andere Fall, dass alle Beamtenstellen mit einer Besoldung von A16 und höher für die nächsten zwanzig Jahre allein Frauen vorbehalten werden, um frühere Benachteiligungen auszugleichen. Männer, die sich für eine entsprechende Stelle bewerben wollen, werden auf die Möglichkeit einer geschlechtsumwandelnden Operation verwiesen. Oder schließlich der diesmal leider nicht hypothetische Fall der Juden diskriminierenden Gesetzgebung während der

NS-Zeit.

Dies sind jeweils Normalfälle für die drei Absätze des Art. 3 Grundgesetz. An ihnen kann man sich zunächst einmal grundsätzlich klar machen, was der Gleichheitssatz eigentlich sagt. Und wie wichtig er nicht nur nach der Häufigkeit von Entscheidungen in der Praxis, sondern auch für die Verwirklichung von Gerechtigkeit ist. Eine derartige Methode ist sinnvoll. Ich empfehle sie jedem. Lernen Sie für die wichtigsten Vorschriften der Gesetze zuerst deren Inhalt, indem Sie passende Normalfälle bilden. Die Normalfallmethode hat aber auch einen zweiten Anwendungsbereich. Sie ist nämlich auch bei der Diskussion von Problemfällen ein mächtiges Hilfsmittel. Man kann das jeweils vorliegende Problem mit einem klar entscheidbaren Normalfall vergleichen. Damit fördert man das Verständnis und gewinnt Argumente

Die "Normalfallmethode" ist in ihrer Anwendung auf die Lösung von problematischen Rechtsfällen nichts weiter als eine konkrete Handlungsanweisung für die allgemein anerkannte Methode der grammatischen Auslegung, der Auslegung nach dem Wortlaut.

Nehmen wir das Beispiel der Beleidigung (§ 185 StGB). Dies ist ein sehr kurzer Straftatbestand. Er besteht nur aus dem

einen Wort "Beleidigung". Wenn man nun dieses Wort nach der grammatischen Methode auslegen will, dann kann man ein Lexikon auf-

schlagen. Das wird etwa ein ja panischer Leser tun, der das deutsche Wort "Beleidigung" noch nie gesehen hat, um dann in dem Lexikon das japanische Wort "bujoku" zu finden. "Aha", wird sich der japanische Leser dann sagen. "Das ist, wenn jemand einen anderen 'bakayaro

' nennt." Man kann aber auch eindeutige Beispielsfälle bilden, um den Begriff zu erklären. Hier also zwei eindeutige Fälle von Beleidigung: "Du Arschloch!" - "Sie können mich mal! Kreuzweise und spiralenförmig!!".

In diesen Beispielen wird niemand bezweifeln, dass die betreffenden Äußerungen als Beleidigung zu verstehen sind.

Eben deshalb sind sie zur Erläuterung des Begriffes "Beleidigung" geeignet.

Die "Normalfallmethode" tut eben dies. Sie verwendet klare und eindeutige Fälle, um den Inhalt von Begriffen klären, die

im Gesetz verwendet werden. Das ist im Grunde nur ein Hilfsmittel zur Wortlautauslegung. Wie ein Lexikon. Wenn man sich das klar macht, braucht man überhaupt kein schlechtes Gewissen mehr bei der Anwendung dieser Methode zu haben. Sie ist keine

Haft'sche Sondermarotte, die sonst niemand verwendet. Kein hopsulöses Hafteln. Sie ist vielmehr ein mächtiges Werkzeug zur konkreten Anwendung der grammatischen Auslegungsmethode, der Auslegung nach dem Wortlaut der Norm. Und sie hat den weiteren Vorteil, dass sie in vielen Fällen mit einer Vereinfachung der Fragestellung verbunden ist. Das hilft beim eigenen Verständnis. Und bei der Überzeugungskraft der eigenen Argumentation. Denn nur eine verständliche Argumentation hat irgendeine Chance, beim Adressaten zu

wirken. Ich verweise auf den Abschnitt oben zum Thema "einfache Argumentation". Diese grammatische Auslegungsmethode ist - anders als die "Normalfallmethode" - vom Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung anerkannt. Wenn Sie in einer Klausur schreiben, dass Sie jetzt den Wortlaut des Begriffes X in der Norm Y auslegen und dann zu diesem Zweck klare und eindeutige Beispielsfälle bilden,

dann kann niemand, aber auch wirklich niemand, Ihnen eine exotische Methodenwahl vorwerfen.

Erklären wir das noch weiter an einem Beispiel. Bei dem Tatbestand der Nötigung in § 240 StGB gibt es eine nicht unerhebliche Diskussion in Rechtsprechung und Literatur um die Frage, in welchen Fällen eine Sitzdemonstration als "Gewalt" im Sinne dieser Vorschrift aufzufassen ist. Sie finden diese Entscheidungen in jedem Kommentar nachgewiesen. Wenn Sie jetzt die Methode der Wortlautauslegung verwenden, können Sie ein Lexikon aufschlagen. Dann werden Sie feststellen, dass das Wort "Gewalt" in der deutschen Sprache zahlreiche Bedeutungen

hat. So spricht man etwa von der "Gewaltenteilung" und meint damit nicht etwa die Teilung zwischen Faustschlägen und Fußtritten. Daraus können Sie dann Folgerungen für die Behandlung der Sitzdemonstration ableiten. Sie können aber auch zunächst einmal von einem eindeutigen Fall ausgehen. Bilden Sie einen Fall. Der Täter Robert Weinberger prügelt und tritt auf das Opfer Julia Morsendorf ein und verlangt , dass sie sofort mit dem Klavierspielen aufhört, das ihm auf die Nerven geht. Klarer Fall von Gewalt. Oder bilden Sie den umgekehrten Fall. Der Täter Alois Stern vom Orden der erleuchteten Erkenntnis setzt sich zu einer ausgedehnten Meditationssitzung von 30 Stunden vor die Türe des örtlichen Rathauses, um den Gemeinderat zur Annahme einer von ihm geforderten Resolution über die Einheit von Gott, Mensch und Natur zu bewegen. Mitarbeiter des Rathauses sind gezwungen, jeweils zwei Sekunden zusätzlich aufzuwenden, um einen Bogen um Alois Stern zu machen. Klarer Fall von gewaltloser Aktion. Vergleichen Sie dann den Ihnen zur Beurteilung vorliegenden Fall einer Sitzdemonstration mit diesen eindeutigen Fällen. Haben Sie drei Pazifisten, die friedlich und zurückhaltend auf dem Bürgersteig vor einer Kaserne gegen Atomwaffen protestieren? Oder haben Sie eine Menge von hundert wütenden und aufgeregten Leuten, die den Eingang zu einem Gericht derart blockieren, dass niemand mehr durchkommt, um sich gegen ein als ungerecht empfundenes Urteil auszusprechen? Wie groß ist der rein physische Effekt der Aktion? Welche konkreten Beeinträchtigungen gehen davon aus?

An Hand aller dieser Umstände werden Sie dann entscheiden können, ob das betreffende Verhalten vor dem Hintergrund der oben genannten Normalfälle noch als "Gewalt" bezeichnet werden kann. Und Sie verlassen dabei mit keinem Schritt die Auslegung nach dem Wortsinn. Methodisch völlig unumstritten und der Ausgangspunkt für jede andere Auslegung, vor allem im Strafrecht. Die erste Weiterentwicklung der "Normalfallmethode" ist also ihre Einordnung in das Schema der hergebrachten Auslegungsmethoden. Damit brauchen Sie kein schlechtes Gewissen mehr bei der Anwendung dieses mächtigen Werkzeuges zu haben. Eine zweite Weiterentwicklung: Die "Normalfälle" müssen

nicht unbedingt "normal" im Sinne von alltäglich sein. Sie können vielmehr auch Extremfälle bilden. Es kommt vor allem darauf an, dass das Ergebnis der Wertung für jeden klar und eindeutig ist. Dafür eignen sich Extremfälle häufig besonders gut. Das will ich an einem Beispiel erklären, das ich ebenfalls dem Buch von Haft entnehme (Einführung in das juristische Lernen, 6. Auflage 1997, Seite 156). Haft berichtet über eine mündliche Prüfung, in der er gefragt habe, ob ein Schwimmbad ein "Gewässer" im Sinne von § 324 StGB sei (eine Vorschrift aus dem Umweltstrafrecht, auf deren Inhalt es hier nicht weiter ankommt). Hier kann man zur Antwort jetzt vom Wortlaut des Merkmals "Gewässer" ausgehen. Und dann als Normalfälle beispielsweise einen See oder einen Fluss angeben. Ein Kandidat würde also auf die Frage etwa antworten: "Für die Frage kommt es darauf an, was man unter einem Gewässer zu verstehen hat. Dazu beginne ich mit einer Wortlautauslegung dieses Begriffes, indem ich einige eindeutige Beispiele suche. Ein Fluss oder ein See sind Beispiele für Gewässer. Diese unterscheiden sich von einem Schwimmbad in zwei Punkten. Erstens enthalten sie mehr Wasser. Zweitens sind sie nicht künstlich geschaffen." Mit dieser Analyse kann der Kandidat dann im weiteren Verlauf des Gespräches zu der Wertung gelangen, dass ein Schwimmbad kein Gewässer ist. Er kann aber auch darüber hinaus die folgenden Extremfälle wählen. "Eine Badewanne ist kein

Gewässer. Ein Glas Wasser ist ebenfalls kein Gewässer. Für diesen Begriff kann es daher nicht reichen, dass überhaupt Wasser irgendwo angesammelt ist. Vielmehr muss es sich um eine erhebliche Menge davon handeln. Daran fehlt es auch bei einem Schwimmbad."

Mit anderen Worten: Die für die Wortlautauslegung verwendeten Beispiele können genauso gut negativer Art sein. Und weit weg von dem möglicherweise von dem Begriff erfassten Inhalt. Man mag dies Extremfalldenken nennen. Ein Beispiel hierfür war meine Argumentation mit einer offensichtlich unzulässigen "astrologischen Analyse des Rechts" als Methode. Jeder wird mir hier zustimmen müssen, von ganz unbelehrbaren Anhängern der Astrologie einmal abgesehen.

Beide Formen der Argumentation sind Werkzeuge zur Wortlautauslegung. Und beide sind mächtige Waffen. Sie können zu klaren und überzeugenden Argumenten führen. Und sie funktionieren immer, auch wenn man die Rechtsprechung und Literatur zu einem drittrangigen Paragrafen wie 324 StGB nicht abrufbereit hat. Denn ebenso wie der Laie, an den sich diese Vorschrift vor allem richtet, hat jeder Jurist ein

grundsätzliches Verständnis der deutschen Sprache. Es gilt nur, dieses Verständnis im Einzelfall auch wirklich zu entfalten.“

 

 


http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/Dokumente/Downloads/Infos_fuer_Schueler/Winteruni2010-Praesentation.pdf

Deutsches Richtergesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. April 1972 (BGBl. I S. 713), zuletzt durch Artikel 17 des Gesetzes vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2515) geändert

Zweiter Abschnitt Befähigung zum Richteramt

„§ 5 Befähigung zum Richteramt

(1) Die Befähigung zum Richteramt erwirbt, wer ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität
mit der ersten Prüfung und einen anschließenden Vorbereitungsdienst mit der zweiten Staatsprüfung abschließt; die erste Prüfung besteht aus einer universitären Schwerpunktbereichsprüfung und einer staatlichen Pflichtfachprüfung.

(2) Studium und Vorbereitungsdienst sind inhaltlich aufeinander abzustimmen.

§ 5a Studium

(1) Die Studienzeit beträgt vier Jahre; diese Zeit kann unterschritten werden, sofern die jeweils für die Zulassung zur universitären Schwerpunktbereichsprüfung und zur staatlichen Pflichtfachprüfung erforderlichen Leistungen nachgewiesen sind. Mindestens zwei Jahre müssen auf ein Studium an einer Universität im Geltungsbereich dieses Gesetzes entfallen.

(2) Gegenstand des Studiums sind Pflichtfächer und Schwerpunktbereiche mit Wahlmöglichkeiten. Außerdem
ist der erfolgreiche Besuch einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung oder eines rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurses nachzuweisen; das Landesrecht kann bestimmen, dass die Fremdsprachenkompetenz auch anderweitig nachgewiesen werden kann. Pflichtfächer sind die Kernbereiche des Bürgerlichen Rechts, des Strafrechts, des Öffentlichen Rechts und des Verfahrensrechts einschließlich der europarechtlichen Bezüge, der rechtswissenschaftlichen Methoden und der philosophischen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Grundlagen. Die Schwerpunktbereiche dienen der Ergänzung des Studiums, der Vertiefung der 
mit ihnen zusammenhängenden Pflichtfächer sowie der Vermittlung interdisziplinärer und internationaler Bezüge des Rechts.

(3) Die Inhalte des Studiums berücksichtigen die rechtsprechende, verwaltende und rechtsberatende Praxis einschließlich der hierfür erforderlichen Schlüsselqualifikationen wie Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit. Während der vorlesungsfreien Zeit finden praktische Studienzeiten von insgesamt mindestens drei Monaten Dauer statt. Das Landesrecht kann bestimmen, daß die praktische Studienzeit bei einer Stelle und zusammenhängend stattfindet.

(4) Das Nähere regelt das Landesrecht.

§ 5b Vorbereitungsdienst

(1) Der Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre.

(2) Die Ausbildung findet bei folgenden Pflichtstationen statt:

1.      einem ordentlichen Gericht in Zivilsachen,

2.      einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht in Strafsachen,

3.      einer Verwaltungsbehörde,

4.      einem Rechtsanwalt

sowie bei einer oder mehreren Wahlstationen, bei denen eine sachgerechte Ausbildung gewährleistet ist.

(3) Die Ausbildung kann in angemessenem Umfang bei überstaatlichen, zwischenstaatlichen oder ausländischen Ausbildungsstellen oder ausländischen Rechtsanwälten stattfinden. Eine Ausbildung an einer rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer kann angerechnet werden. Das Landesrecht kann bestimmen, dass die Ausbildung nach Absatz 2 Nr. 1 zum Teil bei einem Gericht der Arbeitsgerichtsbarkeit, die Ausbildung nach Absatz 2 Nr. 3 zum Teil bei einem Gericht der Verwaltungs-, der Finanz- oder der Sozialgerichtsbarkeit stattfinden kann.

(4) Eine Pflichtstation dauert mindestens drei Monate, die Pflichtstation bei einem Rechtsanwalt neun Monate; das Landesrecht kann bestimmen, dass die Ausbildung nach Absatz 2 Nr. 4 bis zu einer Dauer von drei Monaten bei einem Notar, einem Unternehmen, einem Verband oder bei einer sonstigen Ausbildungsstelle stattfinden kann, bei der eine sachgerechte rechtsberatende Ausbildung gewährleistet ist. Der Vorbereitungsdienst kann im Einzelfall aus zwingenden Gründen verlängert werden, nicht jedoch wegen unzureichender Leistungen.

(5) Während der Ausbildung können Ausbildungslehrgänge bis zu einer Gesamtdauer von drei Monaten vorgesehen werden.

(6) Das Nähere regelt das Landesrecht.

§ 5c Anrechnung einer Ausbildung für den gehobenen Dienst

(1) Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung für den gehobenen Justizdienst oder für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst kann auf Antrag bis zur Dauer von 18 Monaten auf die Ausbildung angerechnet werden. Auf den Vorbereitungsdienst dürfen jedoch nicht mehr als sechs Monate angerechnet werden.

(2) Das Nähere regelt das Landesrecht.

§ 5d Prüfungen

(1) Staatliche und universitäre Prüfungen berücksichtigen die rechtsprechende, verwaltende und rechtsberatende Praxis einschließlich der hierfür erforderlichen Schlüsselqualifikationen nach § 5a Abs. 3 Satz 1; unbeschadet von § 5a Abs. 2 Satz 2 können die Prüfungen auch Fremdsprachenkompetenz berücksichtigen. Die Einheitlichkeit der Prüfungsanforderungen und der Leistungsbewertung ist zu gewährleisten. Der Bundesminister der Justiz wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates eine Noten- und Punkteskala für die Einzel- und Gesamtnoten aller Prüfungen festzulegen.

(2) Der Stoff der universitären Schwerpunktbereichsprüfung und der staatlichen Pflichtfachprüfung ist so zu bemessen, dass das Studium nach viereinhalb Studienjahren abgeschlossen werden kann. In der universitären Schwerpunktbereichsprüfung ist mindestens eine schriftliche Leistung zu erbringen. In der staatlichen Pflichtfachprüfung sind schriftliche und mündliche Leistungen zu erbringen; das Landesrecht kann bestimmen, dass Prüfungsleistungen während des Studiums erbracht werden, jedoch nicht vor Ablauf von zweieinhalb Studienjahren. Das Zeugnis über die erste Prüfung weist die Ergebnisse der bestandenen universitären Schwerpunktbereichsprüfung und der bestandenen staatlichen Pflichtfachprüfung sowie zusätzlich eine Gesamtnote aus, in die das Ergebnis der bestandenen staatlichen Pflichtfachprüfung mit 70 vom Hundert und das Ergebnis der bestandenen universitären Schwerpunktbereichsprüfung mit 30 vom Hundert einfließt; es wird in dem Land erteilt, in dem die staatliche Pflichtfachprüfung bestanden wurde.

(3) Die schriftlichen Leistungen in der zweiten Staatsprüfung sind frühestens im 18. und spätestens im 21. Ausbildungsmonat zu erbringen. Sie beziehen sich mindestens auf die Ausbildung bei den Pflichtstationen. Sieht das Landesrecht neben Aufsichtsarbeiten auch eine häusliche Arbeit vor, kann bestimmt werden, dass diese Leistung nach Beendigung der letzten Station erbracht werden muss. Die mündlichen Leistungen beziehen sich auf die gesamte Ausbildung.

(4) In den staatlichen Prüfungen kann das Prüfungsorgan bei seiner Entscheidung von der rechnerisch ermittelten Gesamtnote abweichen, wenn dies auf Grund des Gesamteindrucks den Leistungsstand des Kandidaten besser kennzeichnet und die Abweichung auf das Bestehen der Prüfung keinen Einfluss hat; hierbei sind bei der
zweiten Staatsprüfung auch die Leistungen im Vorbereitungsdienst zu berücksichtigen. Die Abweichung darf 
ein Drittel des durchschnittlichen Umfangs einer Notenstufe nicht übersteigen. Der Anteil der mündlichen Prüfungsleistungen an der Gesamtnote darf 40 vom Hundert nicht übersteigen. Eine rechnerisch ermittelte Anrechnung von im Vorbereitungsdienst erteilten Noten auf die Gesamtnote der zweiten Staatsprüfung ist ausgeschlossen.

(5) Die staatliche Pflichtfachprüfung kann einmal wiederholt werden. Eine erfolglose staatliche Pflichtfachprüfung gilt als nicht unternommen, wenn der Bewerber sich frühzeitig zu dieser Prüfung gemeldet und die vorgesehenen Prüfungsleistungen vollständig erbracht hat. Das Nähere, insbesondere den Ablauf der Meldefrist, die Anrechnung von Zeiten des Auslandsstudiums, der Erkrankung und der Beurlaubung auf die Studiendauer sowie die Folgen einer Prüfungsunterbrechung regelt das Landesrecht. Das Landesrecht kann eine Wiederholung der staatlichen Prüfungen zur Notenverbesserung vorsehen.

(6) Das Nähere regelt das Landesrecht. ...

Seiten des Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamts

http://www.mj.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=3760&article_id=10586&_psmand=13

Gesetze, Verordnungen und Durchführungsverfügungen

http://www.mj.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=3760&article_id=10638&_psmand=13

Niedersächsisches Gesetz
zur Ausbildung der Juristinnen und Juristen (NJAG)  -  in der Fassung vom 15.01.2004 (Nds. GVBl. S. 7) zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 27.08.2009 (Nds. GVBl. S. 348)

http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/PDF/Rechtsgrundlagen/NJAG_2009.pdf

Verordnung zum Niedersächsischen Gesetz zur Ausbildung der Juristinnen und Juristen vom 11. September 2009

http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/PDF/Rechtsgrundlagen/NJAVO_2009.pdf

Studienordnung der Juristischen Fakultät

http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/PDF/Rechtsgrundlagen/Studienordnung_2011.pdf

Leitlinien zur Erstellung von Hausarbeiten

http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/Klausurenklinik/Leitlinien_zur_Erstellung_von_Hausarbeiten_gesamt.pdf

Ordnung für die Durchführung einer studienbegleitenden Zwischenprüfung für das rechtswissenschaftliche Studium mit dem Abschluss Staatsexamen

http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/PDF/Rechtsgrundlagen/ZwPruefO_2011.pdf

Ordnung über die Durchführung der Schwerpunktbereichsprüfung

http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/PDF/Rechtsgrundlagen/SPBPO_2012.pdf 

Merkblatt
zum Verfahren der Pflichtfachprüfung in der Ersten Prüfung

http://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/fakultaet/PDF/Formulare/Merkblatt_Verf.2003-2009_Stand_Aug._2013.pdf

Schwerpunktbereiche

http://www.jura.uni-hannover.de/schwerpunktbereiche.html

Vom 1. Semester bis zum Ersten Juristischen Staatsexamen:

http://www.amazon.de/Das-Ungerechte-Gerechtigkeit-Fehldeutungen-Begriffs/dp/3161499190/ref=la_B001K1FZNK_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1389986463&sr=1-4

http://www.amazon.de/Rechtstheorie-Juristischer-Methodenlehre-Begriff-Anwendung/dp/3406629210/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1389986589&sr=1-4&keywords=Rechtstheorie%3A+Begriff%2C+Geltung+und+Anwendung+des+Rechts

http://www.amazon.de/Allgemeiner-Teil-BGB-Rechtsstand-März/dp/3406586546/ref=la_B001K1FZNK_1_9?s=books&ie=UTF8&qid=1389986523&sr=1-9

http://www.amazon.de/Methodik-juristischen-Fallbearbeitung-Prüfungsschemata-Rechtswissenschaft/dp/3170225812/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1389977547&sr=1-1&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Juristische-Methodik-Band-Arbeitsmethoden-Rechtspraxis/dp/3428141881/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1389977547&sr=1-4&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Juristische-Methodenlehre-JURIQ-Erfolgstraining-Wienbracke/dp/3811471538/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1389977547&sr=1-7&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Juristische-Methodik-Europarecht-Friedrich-Müller/dp/3428139410/ref=sr_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=1389977547&sr=1-8&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Juristische-Rhetorik-Müller-Lehr--Handbuch/dp/3811419099/ref=sr_1_9?s=books&ie=UTF8&qid=1389977547&sr=1-9&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Juristische-Methodik-Grundlagen-Öffentliches-Recht/dp/3428115457/ref=sr_1_21?s=books&ie=UTF8&qid=1389977748&sr=1-21&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Klausurenkurs-Allgemeinen-Verwaltungsrecht-Verwaltungsprozessrecht-Klausurvorbereitung/dp/3829310579/ref=sr_1_24?s=books&ie=UTF8&qid=1389977748&sr=1-24&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Wissenschaftliche-Arbeitstechnik-Bakkalaureatsarbeiten-Dissertationen-wissenschaftliche/dp/3708910591/ref=sr_1_26?s=books&ie=UTF8&qid=1389977748&sr=1-26&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Klausurenkurs-Strafrecht-III-Repetitionsbuch-Examenskandidaten/dp/3811498673/ref=sr_1_32?s=books&ie=UTF8&qid=1389977748&sr=1-32&keywords=Methodik+juristische

http://www.amazon.de/Klausurenkurs-Strafrecht-Repetitionsbuch-Fortgeschrittene-Schwerpunkte/dp/3811497669/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Klausurenkurs-Strafrecht-Repetitionsbuch-Anfänger-Schwerpunkte/dp/3811493175/ref=pd_bxgy_b_text_y

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http://www.amazon.de/Klausurenschreiben-leicht-gemacht-Besprechungen-Musterlösungen/dp/387440305X/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-3&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Standardfälle-Öffentliches-Recht-Vorbereitung-Staatsrecht/dp/3867240094/ref=sr_1_6?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-6&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Allgemeines-Verwaltungsrecht-Verwaltungsprozessrecht-Klausurenlehre-Musterlösungen/dp/3415049515/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-7&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Definitionen-Klausur-Öffentlichen-Recht-Unentbehrliche/dp/3867240795/ref=sr_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-8&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Juristische-Klausuren-Hausarbeiten-richtig-formulieren/dp/380064732X/ref=sr_1_9?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-9&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/40-Klausuren-aus-dem-Verwaltungsrecht/dp/3800642379/ref=sr_1_11?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-11&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Strafrecht-leicht-gemacht-Strafrechtsschein-Strafgesetzbuches/dp/3874402894/ref=sr_1_12?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-12&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Juristische-Arbeiten-erfolgreich-schreiben-Masterarbeiten/dp/3406636063/ref=sr_1_13?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-13&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Klausurenkurs-Verwaltungsrecht-Repetitionsbuch-Verwaltungsprozessrecht-Schwerpunkte/dp/381149323X/ref=sr_1_14?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-14&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Gesetzestexte-Suchen-Verstehen-Klausur-Anwenden/dp/3642312438/ref=sr_1_15?s=books&ie=UTF8&qid=1389977944&sr=1-15&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Grundwissen-zum-Bürgerlichen-Recht-Anspruchsgrundlagen/dp/3800638479/ref=sr_1_20?s=books&ie=UTF8&qid=1389978809&sr=1-20&keywords=klausur+recht

http://www.amazon.de/Bürgerliches-Recht-Anspruchsgrundlagen-Darstellung-Examensvorbereitung/dp/3800646536/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1389978868&sr=1-1&keywords=medicus+recht

http://www.amazon.de/Allgemeiner-Teil-BGB-Hans-Brox/dp/3800639920/ref=pd_cp_b_1

http://www.amazon.de/Grundlagen-Methoden-Verfassungs--Verwaltungsrechts-Griller/dp/370466524X/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1389978941&sr=1-3&keywords=methoden+des+rechts

http://www.amazon.de/Methoden-Lernens-Rechtswissenschaft-Forschungsorientiert-problembasiert/dp/3832972862/ref=sr_1_6?s=books&ie=UTF8&qid=1389978941&sr=1-6&keywords=methoden+des+rechts

http://www.amazon.de/Grundlagen-Verwaltungsrechts-Band-Organisation-Organisationen/dp/3406539122/ref=sr_1_9?s=books&ie=UTF8&qid=1389978941&sr=1-9&keywords=methoden+des+rechts

http://www.amazon.de/Grundlagen-Verwaltungsrechts-Band-Informationsordnung-Verwaltungsverfahren/dp/3406620825/ref=pd_sim_sbs_b_1

http://www.amazon.de/Verwaltungsrechtliche-Dogmatik-Zwischenbilanz-Entwicklung-künftigen/dp/316152926X/ref=pd_sim_b_2

http://www.amazon.de/Recht-als-Wissenschaft-juristischen-Methodenlehre/dp/3406630111/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Methodik-Zivilrechts-von-Savigny-Teubner/dp/3832970827/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Kleine-Schule-juristischen-Denkens-Ingeborg/dp/3825230538/ref=pd_sim_b_1

http://www.amazon.de/Methodenlehre-Rechtswissenschaft-Springer-Lehrbuch-Karl-Larenz/dp/3540590862/ref=pd_sim_b_5

http://www.amazon.de/Juristische-Rhetorik-Fritjof-Haft/dp/3495476881/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Einführung-das-juristische-Lernen-Unternehmen/dp/3769405382/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1389979256&sr=1-2

http://www.amazon.de/Strafrecht-Allgemeiner-Teil-Einführung-Anfangssemester/dp/3406522181/ref=pd_sim_b_2

http://www.amazon.de/Strafrecht-Besonderer-Teil-I-Vermögensdelikte/dp/3406590284/ref=pd_bxgy_b_text_z

http://www.amazon.de/Strafrecht-Besonderer-Teil-II-Allgemeinheit/dp/340653046X/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Definitionen-Schemata-Strafrecht-Christian-Fahl/dp/3406628184/ref=pd_sim_b_8

http://www.amazon.de/Bürgerliches-Gesetzbuch-Studienkommentar-Florian-Jacoby/dp/3406626882/ref=pd_sim_b_7

http://www.amazon.de/Strafgesetzbuch-Studienkommentar-Wolfgang-Joecks/dp/3406644171/ref=pd_sim_b_1

http://www.amazon.de/Grundgesetz-Studienkommentar-Christoph-Gröpl/dp/3406642306/ref=pd_sim_b_3

http://www.amazon.de/Verwaltungsgerichtsordnung-VwGO-Verwaltungsverfahrensgesetz-VwVfG-Studienkommentar/dp/3406628036/ref=pd_bxgy_b_img_z

http://www.amazon.de/Allgemeines-Verwaltungsrecht-Hartmut-Maurer/dp/3406614523/ref=pd_sim_b_5

http://www.amazon.de/Europarecht-Matthias-Herdegen/dp/3406645844/ref=pd_sim_b_9

http://www.amazon.de/Verwaltungslehre-Ein-Studienbuch-Günter-Püttner/dp/340656674X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1389979618&sr=1-1&keywords=verwaltungslehre

http://www.amazon.de/Verwaltung-Verwaltungswissenschaft-Deutschland-Grundwissen-Uberarbeitete/dp/3531161725/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Öffentliche-Recht-Frage-seiner-Identität/dp/3161522540/ref=pd_sim_b_7

 

http://www.amazon.de/Methoden-Technik-Rechtsanwendung-Start-Rechtsgebiet/dp/3811496867/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1389977195&sr=1-3&keywords=Methodik+der+juristischen+Fallbearbeitung

Übungen  -  Scheine:

http://www.verlag-rolf-schmidt.de  -  http://www.verlag-rolf-schmidt.de/verlagsprogramm/fallsammlungen.html

http://www.verlag-rolf-schmidt.de/verlagsprogramm/buecher.html

http://www.verlag-rolf-schmidt.de/verlagsprogramm/fallloesungen-ergaenzungen.html

http://www.amazon.de/Staatsorganisationsrecht-Grundzüge-Verfassungsprozessrechts-Rechts-Europäischen/dp/3866511213/ref=sr_1_29?s=books&ie=UTF8&qid=1390055283&sr=1-29

http://www.amazon.de/Strafrecht-Allgemeiner-Teil-Strafbarkeit-strafrechtlichen/dp/3866511159/ref=pd_bxgy_b_img_y

http://www.amazon.de/Allgemeiner-Teil-BGB-Grundlagen-zivilrechtlichen/dp/3866511132/ref=pd_sim_b_2

http://www.amazon.de/Allgemeines-Verwaltungsrecht-Grundlagen-Verwaltungsverfahrens-Staatshaftungsrecht/dp/3866511078/ref=pd_sim_b_3

http://www.amazon.de/Verwaltungsprozessrecht-Rolf-Schmidt/dp/3866511086/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Polizei-Ordnungsrecht-Versammlungsrecht-Verwaltungsvollstreckungsrecht/dp/3866511108/ref=pd_bxgy_b_text_z

http://www.amazon.de/Öffentliches-Baurecht-Rolf-Schmidt/dp/3866511094/ref=pd_bxgy_b_text_z

http://www.amazon.de/Fälle-Polizei-Ordnungsrecht-Versammlungsrecht-Verwaltungsvollstreckungsrecht/dp/3866511043/ref=pd_bxgy_b_text_z

http://www.amazon.de/Fälle-zum-Strafrecht-prozessualen-Zusatzfragen/dp/3866511019/ref=pd_sim_b_6

http://www.amazon.de/Fälle-zum-Strafrecht-Allgemeiner-Fallbearbeitung/dp/3866511000/ref=pd_sim_b_1

http://www.amazon.de/Fälle-zum-Strafrecht-prozessualen-Zusatzfragen/dp/3866511019/ref=pd_bxgy_b_text_y

http://www.amazon.de/Grundrechte-Grundzüge-Verfassungsbeschwerde-Rolf-Schmidt/dp/3866511140/ref=pd_sim_b_8

 


http://www.jura.uni-freiburg.de/institute/ipr2/de/downloads/WiSe1112/AGBGBAT/Einheit%2001%20-%20Uebersicht%20BGB%20-%20Powerpoint.pdf

http://www.uni-potsdam.de/u/prwirt/uebungen_privatrecht1.pdf

http://www.niederle-media.de/BGB-HA.pdf

 

http://www.niederle-media.de/Kostenlos-Jura-MP3-Skripte-Klausuren-Podcast-Mindmaps

http://wandtke.rewi.hu-berlin.de/doc/Gutachtenstil.pdf

http://www.zjs-online.com/dat/artikel/2011_1_419.pdf

http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF004/Archiv_-_Robbers/Anfaenger/WS.04.05/fall05.pdf

http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF004/Archiv_-_Robbers/Anfaenger/WS.01.02/fall6.pdf

http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF004/Archiv_-_Robbers/Anfaenger/WS.01.02/fall6.pdf

http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/OEF004/Archiv_-_Robbers/Anfaenger/WS.01.02/fall6.pdf

http://www.zjs-online.com/dat/artikel/2011_1_423.pdf

http://www.juratelegramm.de/faelle/privatrecht/NJW_2009_2671.htm

http://www.zjs-online.com/dat/artikel/2011_3_451.pdf

http://www.gersdorf.uni-rostock.de/fileadmin/Jura_KR/Examensklausurenkurs/EXKL_15_05_10.pdf

http://www.jura.uni-koeln.de/uploads/media/Fall_1_Wechselhafte_Buergschaft_SV_und_L.pdf

https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:ziOk4IjPFHUJ:www.jura.uni-koeln.de/fileadmin/sozialrecht/lehre/2009ws2010/Kleine_Hausarbeit_im_Zivilrecht/Kleine_Hausarbeit_im_BGB.pdf+musterhausarbeit+zivilrecht&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEESh9BHPM9QgIwEkkjkmMeygpkwnxZbx6wZvPw4Kx9FipKmEX801EhzbYBGXLklVvr1LHHQ34zX-nmhw1u3a01ikb48Su9O_myCFQBBavm5uURCXsfwdZQ-cRjYwpcRbiCdsSYjyv&sig=AHIEtbQgGlBRZLh63qDOkG-msWRY5U64jw

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http://www.jura.uni-tuebingen.de/einrichtungen/ulf/downloads/ha_sammlung

http://www.niederle-media.de/BGB-HA.pdf

http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/materialien/hausarbeit_leitfaden.pdf

 

http://www.fs-jura.uni-kiel.de/de/service-projekte/hausarbeiten-klausurenarchiv-hausarbeitenvorlage

 

http://www.niederle-media.de/Zitieren.pdf

http://www.niederle-media.de/Wegweiser-Ratgeber-Jurastudium-jura-studium-studienort-wechseln.pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/Mindmaps-Strafrecht-AT.pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/Mindmaps-Strafrecht-BT-1.pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/Mindmaps-Strafrecht-BT-2.pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/Mindmaps-VerwR-AT-1.pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/mindmaps-verwr-at-2.pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/Mindmaps-VerwProzR.pdf

http://www.niederle-media.de/Jura-Definitionen.pdf

http://www.niederle-media.de/Mietrecht-Download.pdf

http://jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Einrichtungen/Institute/IPR/Lehrveranstaltungen/WS_2009_2010/Moersdorf__Skript_Handelsrecht__Stand_13.10.09.pdf

http://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Einrichtungen/Institute/IPR/Lehrveranstaltungen/WS_2007_2008/Skript_Gesellschaftsrecht_Moers..pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/Klausuren-Zivilrecht-BGB-kostenlos.pdf

http://www.niederle-media.de/Methodenlehre.pdf

http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/itm/wp-content/uploads/Skript-Internetrecht_Oktober2013.pdf

http://www.niederle-media.de/Rhetorik.pdf

http://www.niederle-media.de/BGB-HA.pdf

http://www.niederle-media.de/mediafiles/Sonstiges/Skript-Wirtschaftsverwaltungsrecht-Morgenroth.pdf

http://www.niederle-media.de/Abschluss.pdf

http://www.niederle-media.de/AbschlussII.pdf

http://www.rak-berlin.de/site/DE/int/PDF_Referendarausb/Skript_Zivilrecht_Version_6_07.pdf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

http://fachschaft.rewi.hu-berlin.de/faq/

 

FAQ

Häufige Fragen

Hier wollen wir grundlegende Fragen beantworten, die häufig an die Fachschaft heran getragen werden.

Dabei sind Anregungen immer willkommen.

Wenn euch noch etwas unklar ist oder ihr Weitergehendes wissen wollt, dann schreibt uns doch!

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 Warum muss ich eine HA schreiben und wie läuft das?

 

 

Zum Grundstudium gehört auch das Modul Rechtswissenschaftliche Fallbearbeitung.

Das heißt, ihr müsst drei Hausarbeiten schreiben und bestehen - je eine pro Pflichtfach und über den Stoff des 1. oder 2. Semesters.

Ihr meldet euch für die Hausarbeiten wie für die Prüfungen rechtzeitig über Agnes an. Der Anmeldezeitraum ist in diesem Semester vom Montag, dem 04.01.10 bis Freitag, dem 15.01.10. 

Wie bei jeder anderen Prüfung habt ihr auch bei den Hausarbeiten 3 Versuche.

Es empfiehlt sich, in den ersten Semesterferien nur eine HA zu schreiben, denn die Ferien sind kürzer und es ist wahrscheinlich auch das erste Mal, dass ihr eine wissenschaftliche Arbeit erstellt.

Eine juristische Hausarbeit stellt auch noch einmal eine besondere Herausforderung dar, denn sie erfordert einen ganz bestimmten Aufbau und es wird natürlich der Gutachtenstil verlangt.

Nehmt euch daher nicht gleich zuviel vor, denn es kann euch Frustration und unnötig viel Stress bereiten.

Zuletzt soll eine Hausarbeit auch dazu dienen, dass ihr euch in eine Materie einarbeitet, gewisse Methodik erlernt und das gewählte Fach vertieft.

Es geht nicht darum, schnell alle Module des Grundstudiums abzuhaken.

In den Sommerferien habt ihr vielleicht schon genug Übung und auch ausreichend Zeit, um euch an zwei Hausarbeiten zu wagen.

Wie lange die Bearbeitung solch einer HA dauert, lässt sich pauschal schwer festlegen. Je nachdem, wie diszipliniert ihr seid, werdet ihr drei Wochen, eine oder die ganzen Ferien lang dran sitzen.

Auch wie viele Stunden am Tag ihr daran arbeitet, kann euch keiner vorher sagen. Denkt einmal selbst darüber nach, wie ihr sonst so mit Verpflichtungen umgeht. Zieht ihr die Sache gleich zu Anfang mit Elan durch, leistet ihr euer Pensum kleckerweise über Wochen verteilt ab oder schiebt ihr es bis auf den letzten Drücker hinaus und mutiert dann zum Arbeitstier? Nicht anders wird es mit der HA sein.

 

Für das Bestehen eurer drei Hausarbeiten habt ihr aber Zeit bis zum 5. Semester. Das bestandene Modul Rechtswissenschaftliche Fallbearbeitung müsst ihr nämlich erst bei der Anmeldung zum universitären Schwerpunkt vorweisen.

Das Thema der jeweiligen Hausarbeit wird vom Lehrenden in der letzten Vorlesungswoche oder der darauf folgenden Woche bekannt gegeben. Informationen zu den Ausgabeterminen finden sich auf der Internetseite der Fakultät oder auf der Seite des Lehrstuhls. Das gleiche gilt für den Termin der Abgabe, der meist auch auf dem Aufgabenblatt selbst vermerkt ist. Meist ist der späteste Abgabetermin der erste Vorlesungstag des neuen Semesters. Die Abgabe erfolgt beim Lehrstuhl selbst.

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Wer vor der ersten Hausarbeit steht, weiß oft nicht so recht, wie genau er das nun anpacken soll und was ihn da erwartet.

Wir wollen versuchen, euch an dieser Stelle ein paar Hinweise zu geben.

Es gibt zahlreiche Texte und Veranstaltungen, die euch beim Erstellen eurer HA helfen sollen. So lohnt sich im Wintersemester zum Beispiel ein Blick auf das Programm des Juratags - manchmal werden Vorträge zum Thema Hausarbeit angeboten. Auch bieten die Lehrstühle auf Nachfrage häufig nützliches Material.

Dann lohnt sich auch immer die Teilnahme an einem der Kurse vom Computerpool. Dort werden euch die technischen Widrigkeiten, mit denen man beim Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit stets konfrontiert wird, näher erläutert.

Nun folgen ein paar Leitlinien, die sich beim HA schreiben gut bewährt haben.

 

1. Nach Erhalt der Sachverhalte

Wenn ihr den Sachverhalt erhalten habt, setzt ihr euch am besten hin und lest ihn in Ruhe und auch mehrmals durch. Unterstreicht nicht gleich wild alles, lest erstmal nur. Und rennt auf keinen Fall gleich in die Bibliothek wenn ihr noch völlig planlos seid - das macht nur Panik.

 

Nachdem ihr meint, dass ihr beim Lesen alles erfasst habt, könnt ihr zum Stift greifen. Macht euch Vermerke am Rand: Fragen, die sich euch stellen, Dinge, die ihr nicht gleich versteht, auch Normen, die euch spontan einfallen. Unterstreicht im Text die Stellen, die euch wichtig erscheinen. Vermerkt Sachen, die euch irgendwie auffallen oder seltsam vorkommen - hier liegen häufig die Probleme und euer Bauchgefühl kann dafür oft ein guter Hinweis sein.

 

 

Bisher unterscheided sich eure Vorgehensweise nicht sehr von der Herangehensweise an eine Klausur. Der tolle Unterschied ist bloß, dass ihr mehr Zeit habt. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, bevor man sich in der Fachliteratur verliert, einmal ganz schlicht den Sachverhalt der HA mit so wenig Hilfsmitteln wie möglich durchzulösen soweit ihr kommt. Nehmt euer Gesetz, vielleicht auch ein Kurzlehrbuch oder ein Skript zu Hilfe und schreibt eure Lösung auf, wenn auch nur in Stichpunkten.

 

2. Nicht den Überblick verlieren

Nun habt ihr einen ersten Überblick, einen Plan, worauf das Ganze hinaus laufen soll. Versucht auch später, wenn ihr euch in einen Streitstand oder ein Problem des Falls vertieft, stets, euren Gesamtplan nicht aus den Augen zu verlieren, sonst erleidet ihr Frustrationen.

Es ist auch sehr hilfreich, wenn ihr euch Gleichgesinnte sucht, die dieselbe HA schreiben. Schon von Anfang an lohnen sich Treffen, um sich auszutauschen. Vielleicht noch bevor ihr in die Bibliothek geht, nur mit eurer groben Lösungsskizze kann der Diskurs in der Gruppe sehr fruchtbar sein.

Auch habt ihr dann eine erste Reaktion, die ein Hinweis sein kann, ob ihr auf der richtigen Fährte seid. Tauscht euch aus, arbeitet im Team, achtet gegenseitig darauf, dass ihr euch nicht zu sehr in Details verliert. Gruppenarbeit kann ungemein motivieren.

Aber bleibt dabei auch stets selbstständig genug, dass die Arbeit, die ihr am Ende abgebt, auch euer individuelles Ergebnis ist.

 

3. In der Bibliothek

Nun zur Bibliothek. Ihr habt den Sachverhalt so weit es geht bearbeitet und steckt nun an Problemstellen, an denen ihr nicht so recht weiter wisst.

Das ist der Moment, sich zu belesen. Ihr seid hierfür am besten in einer Bibliothek aufgehoben.

Zum Umgang mit Bibliotheken allgemein bieten die Bibliotheken selbst oft zu Anfang des Wintersemesters Kurse an. Habt ihr die verpasst und fällt euch das Heraussuchen der gewünschten Literatur schwer, dann fragt doch Freunde oder Komillitonen aus den höheren Semestern, ob sie euch eine kurze Einführung geben können.

Welche Bib sollt ihr nutzen? Es gibt natürlich die Zweigbibliothek Rechtswissenschaften in der Fakultät selbst. An dieser Stelle ein kleiner Appell: denkt daran, dass ihr nicht die einzigen in der Bib seid. Beachtet die Hausordnung und nehmt Rücksicht auf andere.

Außerdem ist die Bibliothek nicht Mallorka, wo es heißt, wer zuerst sein Handtuch auf die Liege legt, der darf sie pachten bis zum Abend.

Bloß, weil viele die gleichen Bücher nutzen wollen wie ihr, müsst ihr euch nicht in karrierewütige Egoisten verwandeln. Es hat sich die schlechte Gewohnheit eingeschlichen, morgens auf die Öffnung der Bib zu lauern, dann so viele Bücher wie möglich zu hamstern und auf einen begehrten Platz zu legen und dann erst mal für drei Stunden einen Kaffee trinken zu gehen.

Sicher müsst ihr die Bücher irgendwie benutzen und es spricht auch nichts dagegen, sie früh zu reservieren. Doch dann arbeitet bitte auch zügig mit dem Buch, nicht mit 10 Büchern gleichzeitig, und stellt es dann so schnell wie möglich zurück, dass andere es nutzen können.

Die eintscheidenden Stellen könnt ihr auch kopieren, eine Kopierkarte mit 100 Kopien kostet 5 Euro und gibt es links vom Foyer UL 9.

Auch solltet ihr an die negativen Aspekte denken: habt ihr einen Laptop dabei, dann lasst ihn nicht lang unbeaufsichtigt und schließt ihn besser an. Oft genug werden Wertsachen gestohlen. Es kann auch passieren, dass eure Arbeiten gestohlen werden, auch ohne, dass ihr es merkt - daher unbedingt mit Kennwort schützen, wenn ihr verhindern wollt, dass ihr wegen Betrugsversuch durchfallt, auch wenn ihr selbst nichts gemacht habt.

 

Aber zurück zum Eigentlichen. Neben der Rewi Bib gibt es viele andere Bibliotheken, an denen ihr konzentriert arbeiten könnt. Das wären unter anderen:

Das Grimmzentrum

Die Bibliothek der FU, die sogar Sonntags geöffnet ist

Die Staatsbibliothek (Haus 1 und 2) oder

Die Zentralbibliotheken des Landes Berlin (z.B. Amerika Gedenk)

Diese und andere Bibliotheken können eine gute Alternative zu der oft hoffnungslos überfüllten Bib in der Fakultät sein.

 

4. Allgemeine Tips zur Anfertigung:

Wie geht ihr nun vor?

Das entscheidende habt ihr bereits: eure Skizze oder auch Gliederung.

Im Grunde genommen tut ihr nun nichts weiter, als sie immer mehr anzufüttern. Bei unwichtigen Stellen nur einen Satz verlieren, bei Problemen die Streitstände möglichst reflektiert wiedergeben. Dabei helfen euch die Lehrbücher und Kommentare, die auf immer mehr Literatur verweisen.

Versucht bei all dem immer, euch an eurer Gliederung zu orientieren und den Sachverhalt nicht aus den Augen zu verlieren.

Tauscht euch zwischendurch mit anderen aus, aber lasst euch auch nicht verrückt machen.

Vor allem geht es bei der Anfertigung der HA darum, dass ihr euch differenziert mit der Problematik des Sachverhalts auseinandesetzt und nicht nur irgendwelche Lehrbuchpassagen abschreibt, dass ihr überzeugend argumentiert und, das Ah und Oh, um einen schönen Gutachtenstil.

 

5. Die Form

Zu einer wissenschaftlichen Arbeit gehört auch immer der richtige Aufbau und eine ordentliche Form. Wie genau eure Arbeiten auszusehen haben, also welche Schriftgröße, wieviele Seiten, welche Schriftart etc. ist meist auch auf dem Aufgabenblatt vermerkt.

Wichtiger Bestandteil einer jeden HA sind:

Deckblatt, Sachverhalt, Gliederung und Literaturverzeichnis

dann das Gutachten

und dann noch eure Unterschrift mit Datum!

Wie genau das auszusehen hat, dazu halten die Lehrstühle oft Materialien bereit. Es gibt aber noch zahlreiche andere Informationsquellen, zum Beispiel das Internet, hierzu. Seht euch einfach mal um.

 

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Für einen erfolgreichen Abschluss des Jurastudiums an der Humboldt-Universität reicht das Fachstudium allein nicht aus. Es müssen auch Zusatzqualifikationen erworben werden.

Nach der neuesten Studien- und Prüfungsordnung PO 2008, nach der sich das Studium in Module teilt, müssen die Studierenden bis zur Anmeldung zum Examen insgesamt 240 Studienpunkte erwerben wovon 30 auf die berufsfeldbezogenen Zusatzqualifikationen (Module BZQ I bis III) entfallen.

 

BZQ I - Schlüsselqualifikationen

Für das erfolgreich bestandene Modul BZQ I müssen mindestens 10 Studienpunkte (SP) in mindestens 2 Veranstaltungen erworben werden. Man kann BZQ I Punkte noch bis zur Anmeldung zum Examen sammeln und sogar darüber hinaus, denn für die Anmeldung sind nur 4 SP erforderlich. Allerdings sind 10 SP notwendig, um das Modul an der Humboldt-Universität abzuschließen.

Die Veranstaltungen sollen einen praktischen Bezug vermitteln und zielen mit Hinblick auf das Jurastudium oft auf kommunikative Fähigkeiten ab,so zum Beispiel Kurse in Rhetorik und Verhandlungsmanagement, aber auch die Simulation des Europäischen Gerichtshofs (Modelling European Court, MEUC).

Wieviele SP man für welche Veranstaltungen bekommt ist sehr unterschiedlich und hängt natürlich auch vom Zeitaufwand und von der Art des Leistungsnachweises ab.

Schlüsselqualifikationen kann man auf verschiedenen Wegen sammeln:

Angebote des Career Centers:

Auf den Seiten des Career Centers gibt es einige Kurse für Juristen, die auch vom Prüfungsausschuss als Schlüsselqualifikationen anerkannt werden. Ihr solltet das vor der Anmeldung überprüfen. Eine Liste findet ihr hier auf den Seiten des Studien- und Prüfungsbüros.

Diese Kurse sind sehr beliebt, denn es melden sich auch Nichtjuristen dafür an. Daher empfiehlt es sich, sich pünktlich anzumelden. Das heißt genau gesagt, ihr müsst möglichst schon 10 Minuten vor Freischaltung am Bildschirm sitzen und dann sehr schnell klicken. Ein bisschen Glück gehört auch dazu.

Die Studienpunkte werden angerechnet, wenn ein Kurs bestanden ist - gute Noten sind also keine Voraussetzung. Der Kurs ist bestanden, wenn ihr 80% der Veranstaltungszeit anwesend wart und einen Test bzw. Beitrag absolviert habt. Das Career Center stellt Leistungsnachweise aus, die im Studien- und Prüfungsbüro der Juristischen Fakultät zwecks Anrechnung im Original vorgelegt und in Kopie eingereicht werden müssen. Informiert bei Kursbeginn den Dozenten darüber, dass ihr einen solchen Nachweis braucht.

Angebote der juristischen Fakultät:

Die Fakultät selbst bietet auch einige Veranstaltungen zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen an. Diese findet ihr im Vorlesungsverzeichnis unter dem Stichpunkt Schlüsselqualifikationen.

Jedes Semester wird zum Beispiel der Kurs Evaulation der Lehre angeboten, an dem die Fachschaft mitwirkt und der 2 SP bringt.

Die Leistungsnachweise können hier ganz unterschiedlich ausfallen. Mal ist es eine Präsentation, mal die Teilnahme an einer Tagung oder auch das Schreiben eines Berichts. In der Regel bringen diese Kurse 2-3 SP.

 

BZQ II - fachorientierte Fremdsprache

Um das Modul BZQ II angerechnet zu bekommen, müsst ihr 5 SP sammeln. Ihr müsst das Modul bis zur Anmeldung zur universitären Schwerpunktprüfung (in der Regel im 5. Semester) abgeschlossen haben, denn es ist eine der Voraussetzungen für die Zulassung.

Meist bekommt ihr SP entsprechend den Semesterwochenstunden (SWS) gutgeschrieben. Also ein vierstündiger Kurs in einem Semester bringt euch 4 SP.

Um die SP zu erhalten, müsst ihr wieder eine Art von Leistungsnachweis erbringen, meist eine zweistündige Klausur (wieder: bestehen genügt).

Leistungsnachweise des Sprachenzentrums, ausländischer Universitäten sowie Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an der Deutsch-Polnischen Rechtsschule müssen zur Anerkennung im Studien- und Prüfungsbüro im Original vorgelegt und in Kopie eingereicht werden.

FRS-Zertifikate werden automatisch im Studien- und Prüfungsbüro erfasst und auch hier ausgegeben. Nochmal: der Nachweis über den Erwerb fachorientierter Fremdsprachenkenntnisse ist Voraussetzung für die Zulassung zur universitären Schwerpunktprüfung.

BZQ II Punkte bekommt ihr durch:

Die Teilnahme an fachorientierten Sprachkursen des Sprachenzentrums

Das müssen Kurse der UNIcert Stufe II oder III sein und sie müssen einen Bezug zu Jura aufweisen. Sprachkurse allein reichen nicht aus.

Es gibt Angebote vor allem in Französisch und Englisch, darüber hinaus eher selten etwas mit ausreichendem Rechtsbezug.

Die Anmeldung erfolgt wie bei den Kursen des Career Centers online auf den Seiten des Sprachenzentrums. Meistens sind sie kostenpflichtig.

Fremdsprachiges Rechtsstudium - FRS

Es gibt auch die Möglichkeit, FRS Kurse zu belegen. Hier lernt ihr nicht nur rechtsspezifische Vokabeln sondern werded gleich in das Rechtssystem des anderen Landes eingeführt.

FRS Kurse sind somit die aufwendigsten, aber sicherlich auch die lehrreichsten Angebote unter den BZQ II Kursen.

Die FRS Kurse erstrecken sich meist über zwei Semester mit jeweils 4 Semesterwochenstunden (SWS). Sie bringen euch insgesamt also 8 SP.

Am Ende erwartet euch eine Klausur und eine mündliche Prüfung.

Die Anmeldung für die FRS Kurse erfolgt zu Beginn des Wintersemesters an einem zentralen Termin, der rechtzeitig bekannt gemacht wird. Bei dieser Veranstaltung werden euch die FRS Angebote kurz vorgestellt, ihr müsst dann als Teil der Anmeldung einen schriftlichen Test ablegen. Danach schreibt ihr euch in die Listen eures gewünschten Kurses ein und es wird euch einige Tage danach mitgeteilt, ob ihr einen Platz erhalten habt oder nicht.

Es gibt FRS Kurse in Spanisch, Französisch, Russisch oder Englisch.

Angebote im Vorlesungsverzeichnis

Gelegentlich werden von der Fakultät Lehrveranstaltungen mit rechtsspezifischen Inhalt angeboten, die in einer Fremdsprache durchgeführt werden. Ein Blick ins Vorlesungsverzeichnis lohnt sich.

Auslandsstudium

Deutsch-Polnische Rechtsschule

Interessenten können sich auf der Homepage näher hierzu informieren.

 

BZQ III - Praktikum

Spätestens bis zum Staatsexamen müsst ihr auch ein dreimonatiges oder 13 wöchiges Praktikum absolviert haben. Dieses Modul BZQ III bringt euch 15 Studienpunkte.

Ihr müsst dabei nicht am Stück drei Monate Praktikum ableisten. Ihr könnt an bis zu drei verschiedenen Stellen mit jeweils einer Mindestdauer von 4 Wochen Praktika absolvieren. Wieviele Stunden ihr dabei in der Woche abeisten müsst (mindestens 12h) und noch weitere ausführlichere Informationen findet ihr auf den Seiten des GJPAs.

Entscheidend ist, dass ihr das Praktikum während der vorlesungsfreien Zeit und nach Studienbeginn absolviert und es durch einen Volljuristen angeleitet wird, der rechtsprechend, rechtsberatend oder rechtsanwendend tätig ist.

 

Solltet ihr noch Fragen haben, dann lohnt sich ein Blick auf die Seiten des Studien- und Prüfungsbüros. Dieses hat sehr ausführliche Informationen zum Studienverlauf zusammengestellt. Oder fragt uns, vielleicht wissen wir weiter.

 

Frage gestellt von: allen

 Hilfe, die Klausuren stehen an!

 

 

Tipps zum erfolgreichen Überstehen einer Klausur

 

Sicher, das Semester hat gerade erst angefangen und keiner möchte etwas hören von Prüfungsstress und Klausurenpanik. Vor allem die Neulinge unter euch sollten diesen Artikel zu Anfang einfach überblättern, denn es bringt nichts, sich verrückt zu machen, wenn dazu gar kein Anlass besteht.

Für euch ist es erst mal wichtiger, eure Mitstudenten kennen zu lernen und gemeinsam herauszufinden, wo sich was auf dem Campus befindet und auch ein wenig zu verstehen, was die Professoren in den Vorlesungen euch da eigentlich erzählen. Über Prüfungen müsst ihr euch erstmal, trotz des vielen Examensgetuschels, keine Gedanken machen. Das kommt schon noch viel zu früh.In ein paar Wochen, vielleicht so um Weihnachten, könnten sich dann vielleicht ein paar Fragen gesammelt haben, wie man denn nun eigentlich so eine vermaledeite Falllösung erstellt. Dann lohnt es sich vielleicht, hier mal reinzugucken.

Und für die anderen, die schon länger mit dabei sind, soll das nur mal eine kleine Zusammenfassung all der nützlichen, gut gemeinten Tipps unserer AG-Leiter sein, die sich semesterlang an uns den Mund fusselig reden.

 

Fallfrage beachten

 

Wenn ihr die Klausur bekommt, lest erst einmal in Ruhe den Fall und die Aufgabenstellung durch. Tut dies sorgfältig, damit ihr auch alle wichtigen Probleme sehen und verstehen könnt. Verfallt nicht gleich in Panik, wenn die Anforderungen zu hoch erscheinen. Auch wenn man das manchmal nicht glauben mag, aber es wird nicht Unmenschliches von uns erwartet und wenn man nur irgendwie versucht, die Sache anzupacken, wird das vom Prüfer auch gewürdigt. Es geht vor allem anfangs darum, zu zeigen, dass man den juristischen Stil erlernt, den Aufbau beherrscht und in etwa weiß, wie ein Gutachten zu erstellen ist. Prüfungen sind Ausnahmesituationen und während eurer Teilnahme beweist ihr, wie tough und stressresistent ihr seid.

Wenn ihr nun Sachverhalt und Fallfrage verstanden habt, lohnt es sich wirklich, eine knappe Lösungsskizze zu erstellen, an der ihr euch während des Schreibens orientieren könnt. Hierbei werdet ihr erstmal fallrelevantes Gelerntes los, ordnet eure Gedanken und verschafft euch einen Überblick.

Beachtet die Fallfrage, also geht nur auf das ein, was tatsächlich von euch gefragt wird. Oftmals verrennt man sich, wenn man einfach drauf los löst und dabei den Knackpunkt der Klausur verpasst.

Sollte die Klausur mehrere Fallfragen beinhalten, ist es ratsam, die Reihenfolge auch bei der Lösung zu beachten. So gut wie immer denkt sich der Klausurensteller auch etwas dabei und möchte euch damit ein Stück weit entgegenkommen.

Ihr solltet so genau wie möglich am Sachverhalt arbeiten und diesen auch in eure Arbeit mit einbeziehen. Die Korrekturassistenten wollen eure Lösung zu dem konkreten Sachverhalt sehen und nicht etwas, was sie auch in Lehrbüchern nachlesen können.

 

Zeitmanagement üben

 

Wieder heißt es, eine Lösungsskizze lohnt sich und verschafft einem am Ende mehr Zeit. Dadurch bekommt eure Klausur leicht einen sinnvollen Aufbau, der es für euch und den Korrekturassistenten einfacher macht, eure Gedankengänge nachzuvollziehen.

Setzt Schwerpunkte in eurer Klausur. Man bekommt mit der Zeit ein Gespür dafür, worauf es dem Prüfer im Sachverhalt besonders ankommt. Stoßt ihr beim Lesen auf etwas, dass euch irgendwie komisch erscheint, ist das meist ein Zeichen dafür, dass es darauf besonders ankommt. Das sind die großen Probleme, die ausführlich bearbeitet werden müssen. Unwichtigeres solltet ihr dagegen knapp abhandeln. Durch Schwerpunktsetzung gewinnt ihr Zeit und zeigt, dass ihr auch durchdenkt, was eigentlich von euch gefragt wird.

Es lohnt sich auch (und da es so logisch erscheint nimmt man sich auch immer vor, es tatsächlich einmal zu tun), vor der Klausur zu Hause einfach einmal das Ausformulieren zu üben. Erst, wenn man so eine Falllösung niederschreibt, erkennt man, wie leicht oder schwer es einem wirklich fällt. Gerade durch häufiges Üben wird man routiniert und hält sich dann in der Klausur nicht mit Unwesentlichem auf. Das ist sicher arbeitsintensiv, aber zeittechnisch lohnt es sich.

 

Zielgruppe beachten

 

Darauf kommt es wirklich an. Überlegt euch einmal, wer da eure Klausur lesen wird: unterbezahlte, lustlose, überarbeitete, vielleicht auch müde Korrekturassistenten, die viel zu viel zu tun haben. Eine unleserliche, verworrene Klausur führt da schnell zu Aggressionen. Also wenn möglich, beachtet folgendes:

Gliedert sinnvoll. Nicht zu sehr zergliedern, dass es mehr Überschriften als Inhalt gibt, aber auch keinen durchgehenden Text, bei dem die einzelnen Gedankengänge nicht erkennbar sind. Wenn eure Zeit sehr knapp bemessen ist, macht wenigstens Absätze, so dass zu sehen ist, wann ein Problem abgearbeitet ist.

Versucht, euren Leser an die Hand zu nehmen und zu führen. Besonders freuen wird er sich über fallrelevante Normen an der richtigen Stelle. Dann kann er ein Häkchen machen und hangelt sich so fröhlich von Paragraph zu Paragraph durch eure Klausur, ohne die gute Laune zu verlieren.

Achtet auf eure Sprache, juristischer Stil ist gefragt. Oftmals werden gute Argumente nicht als solche gewürdigt, weil sie zu umgangssprachlich formuliert sind. Gebt ihr denen aber eine juristische Färbung, führt das weiter zu freudigen Häkchen.

Und überlegt, was ihr von einem Text erwartet: ein verständlicher Aufbau und eine leserliche Schrift sind nie verkehrt. Bleibt übersichtlich und vermeidet Querverweise. Wenn ihr Fußnoten habt, ist es sinnvoll, eine Seite anzulegen, auf die ihr diese alle schreibt und dann in der Klausur darauf zu verweisen.

Wenn Gleiches kommt, könnt ihr nach oben verweisen, sonst wird es nicht nur für euch langweilig.

Und schließlich übertreibt es nicht zu sehr mit euren Abkürzungen, wenn ihr Frustrationen vermeiden wollt. Wenn ihr abkürzt, schreibt das Wort einmal aus und dann eure Abkürzung in Klammern dahinter. Dann weiß man immer, was ihr meint.

 

Vier gewinnt, ich bin am Badesee

 

Im Verlauf des Studiums bekommt man viel zu viele gut gemeinte Ratschläge. Viele Tipps, die einem immer wieder über den Weg laufen erscheinen sehr nützlich und sinnvoll, doch hält man sie dann doch nie so richtig ein. Manchmal muss man sich auch ein wenig verrennen oder Fehler machen, eh man für sich den Dreh heraus hat.

Einen Ratschlag aber, den man mir gab, habe ich mir tatsächlich zu Herzen genommen. Im Studium sollte man sich mit Themen beschäftigen, die einen besonders interessieren. Wozu sonst hat man das Fach gewählt? Und gerade im Jurastudium, wo es oft sehr gehetzt einhergehen kann und ein hoher Leistungsdruck besteht, verliert man schnell die Freude an den Inhalten. Aber wenn man sich ein bisschen ausführlicher mit dem Stoff beschäftigt und nicht immer nur mit der Zielsetzung herangeht, gerade so durchzukommen, sondern ruhig auch mal ein wenig ehrgeizig ist, macht sich die Mühe meist bezahlt.

Schließlich ist nichts motivierender als Erfolg.

 

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  Was ist, wenn ich in einer Grundlagenklausur durchfalle?

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Zum Grundstudium gehört auch das Modul Grundlagen des Rechts. Dieses bringt euch 12 Studienpunkte (SP).

Dafür müsst ihr zwei Grundlagenfächer besuchen und die dazugehörige Klausur bestehen. Angebote findet ihr im Vorlesungsverzeichnis.

Ihr könnt natürlich auch mehr als zwei Grundlagenfächer besuchen, es werden euch jedoch nur zwei für euer Modul angerechnet. Für den Abschluss des Moduls und der Anrechnung eurer SP reicht das Bestehen der Abschlussklausur aus.

Solltet ihr eine Klausur der Grundlagenfächer nicht bestehen oder seid ihr krank oder anderweitig verhindert, dann habt ihr verschiedene Möglichkeiten: ihr könnt entweder die Klausur im nächsten Jahr (nochmal) schreiben, wenn denn eine angeboten wird. Dabei steht es euch frei, wie intensiv ihr die Vorlesungen besucht, entscheidend ist die bestandene Klausur am Ende. Oder ihr besucht ein anderes Grundlagenfach im nächsten Semester und schreibt da die Klausur.

Für jede Klausur habt ihr immer drei Versuche, auch für die Grundlagenfächer. Da in der Regel im Laufe des Jahres 4 bis 5 Vorlesungen zu den Grundlagen des Rechts angeboten werden, habt ihr also sehr viele Versuche.

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 Was mache ich, wenn ich meine TAN Liste verloren habe?

 

Ausführliche Infomationen findet ihr im FAQ von Agnes.

Hier ein Auszug:

Teilen Sie dem AGNES-Team (agnes(at)hu-berlin.de) unverzüglich mit, dass Sie Ihre TAN-Liste verloren haben. 

Es gibt 3 Möglichkeiten, eine neue TAN-Liste zu bekommen. Diese neue Liste ist sofort aktiv und damit benutzbar, alle TANs der alten Liste werden automatisch gelöscht.

  Per Post: 
Teilen Sie uns per E-Mail

                      Ihren Namen,

                      Ihre Matrikelnummer und

                      Ihre Adresse

  mit. Wenn die Adresse mit der an der Humboldt-Universität erfassten Adresse übereinstimmt, erzeugen wir Ihnen eine neue TAN-Liste und schicken Ihnen diese per Post. Beachten Sie jedoch, dass die Zustellung per Post einige Tage dauern kann. 
Aus Sicherheitsgründen ist der Versand per Post nur an die bei der HU erfasste Adresse möglich. Sollte sich Ihre Adresse geändert haben, lassen Sie diese durch die Studierendenverwaltung korrigieren oder wählen Sie eine der anderen Möglichkeiten um eine neue TAN-Liste zu bekommen.

  Persönlich: 
In dringenden Fällen ist es möglich, die TAN-Liste direkt bei dem für Sie zuständigen Prüfungsbüro während der Sprechstunde abzuholen. 
Bringen Sie

                      Ihren Studierendenausweis und

                      ein gültiges Personaldokument

  mit.

  Vollmacht: 
In dringenden Fällen ist es möglich, die TAN-Liste direkt bei dem für Sie zuständigen Prüfungsbüro während der Sprechstunde von einem Bevollmächtigten abholen zu lassen. 
Der Bevollmächtigte muss folgendes mitbringen:

                      Eine von Ihnen ausgestellte und unterschriebene Vollmacht.

                      Die Kopie Ihres Studierendenausweises und die Kopie (Vorder- und Rückseite) eines gültigen Personaldokumentes von Ihnen.

                      Ein gültiges Personaldokument des Bevollmächtigten.

Verwandte Links:

  http://agnes.hu-berlin.de/lupo/rds?state=helpdoc&calling=faqHU&topitem=functions

 Wie remonstriere ich richtig?

 

 

§ 1 Vorüberlegung

1.            Unzufriedenheit mit der Note ist allein kein Beschwerdegrund.

2.            Es kommt darauf an, berechtigter Weise mit der Korrektur – also mit der Grundlage für die Notengebung – unzufrieden zu sein. Eine Korrektur kann aus verschiedenen Gründen mangelbehaftet sein. Die wichtigsten sind:

a. rechtliche Fehleinschätzungen des Korrektors,

b. inhaltliche Fehleinschätzungen/fehlende Berücksichtigung der Ausführungen,

c. Diskrepanz zwischen vergebener Note und deren Rechtfertigung.

§ 2 Formales

1.            Die Remonstration ist schriftlich abzufassen. Sie sollte einen Umfang von 3 Seiten nur in Ausnahmefällen überschreiten.

2.            Man sollte Sie an den verantwortlichen Professor und den Korrektor adressieren. Der angeschlagene Ton sollte im Grundsatz freundlich, aber bestimmt sein. Je nach dem, was der Korrektor falsch gemacht hatte und welche Grundhaltung er zum Ausdruck gebracht hat, kann man selbst auch deutlich sein.

3.            Für alle Studienordnungen gilt eine einheitliche Frist von drei Wochen nach fakultätsüblich bekanntgegebenem Termin der Ausgabe bzw. Besprechung.

§3 Sachliches

1.            Die Remonstration beginnt mit der Feststellung, dass die Korrektur sachlich unrichtig und deshalb die vergebene Notenstufe zu niedrig ist.

Bsp.:

Sehr geehrte Frau Prof. Muster, sehr geehrter Korrektor,

ich darf das korrigierte Exemplar meiner Hausarbeit an Sie zurückreichen. Ich halte die Bewertung für sachlich nicht gerechtfertigt und daher in der Notenstufe zu niedrig.

2.            Daran schließt sich das Kernstück der Beschwerde an, die Darlegung der Remonstrationsgründe. Man kann diesen Teil einfach einleiten, indem man "Gründe:" oder "Im einzelnen:" schreibt.

Es folgt eine gegliederte und kommentierte Analyse der unzutreffenden Bemerkungen des Korrektors. J e mehr Widersprüche man direkt an Aussagen des Korrektors festmachen kann, desto größer sind Erfolgschancen.

a.       Man stellt also in einem Satz unter Angabe der Fundstelle in der Hausarbeit kurz das vom Korrektor monierte Problem dar. Tm nächsten Satz sollte der Einwand des Korrektors kurz und präzise entkräftet werden.

b.      Dabei kann man auf Literatur verweisen. Besonders effektiv und in allen denkbaren Problemlagen verwendbar ist auch ein Hinweis auf eine entgegenstehende Auffassung des verantwortlichen Professors, die er idealer Weise während der Hausarbeiten- oder Klausurbesprechung geäußert hatte.

Freilich ist nicht nur richtig, was in der Lösungsskizze steht. Der Korrektor muss den in der Arbeit dargestellten Lösungsweg mitdenken und honorieren, es sei denn, er ist nicht vertretbar .

(1)   Rügen kann man somit grundsätzlich:

(i)                  als "nicht vertretbar" monierte diskutable Ergebnisse

(ii)                unzutreffende Einwände gegen die Argumentation

(iii)               unzutreffende Einwände gegen Inhalte, insb. angeblich fehlende Darstellungen

(iv)              unzutreffende Einwände gegen Ansätze

(v)                unzutreffende Einwände gegen den Aufbau

(2)   Rügen kann man auch formelle Korrekturfehler. Schlängellinien oder Bemerkungen a la "nur iE vertretbar" können eine Bewertung freilich nicht tragen. Mängel müssen grundsätzlich als solche gekennzeichnet werden.

(3)   Schwieriger ist es, fehlende Übereinstimmung von Wort- und Punkturteil zu kritisieren --, oder falschen Gebrauch von Beurteilungsspielräumen zu rügen, da es insoweit zumeist ",--1 an unzutreffenden Randbemerkungen fehlt (" ,.. eine erfreuliche Bearbeitung: 6 Punkte"). Jedenfalls kann der Korrektor aber nicht deshalb niedriger punkten, weil er die vertretene Mindeffi1einung nicht teilt und deshalb auch die Argumentation für wenig überzeugend hält (" ,., iE leider nicht überzeugend. Aufgrund guter Argumentation aber trotzdem 6 Punkte").

Die alte Rechtsprechung, dass die Bewertung von Prüfungsleistungen inhaltlich durch die Verwaltungsgerichte nichtüberprüft werden kann, ist übrigens schon seit fast 10 Jahren aufgegeben. Eine vertretbare und folgerichtig begründete Lösung darf nicht als falsch gewertet werden (BVerfGE 84, 34 (55); Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht, II. Auflage, 1997, § 7 Rn. 43, S. 137).

(4)   Sollte ein Korrektor auf folgenden oder ähnliche, nämlich die Form betreffende, Gedanken gekommen sein: "Verfasser bedient sich jedoch offensichtlich einer platzsparenden Schriftart, deshalb nur 12 Punkte", weil Arial Narrow benutzt wurde, aber Times New Roman nicht ausdrücklich gefordert war, ist eine Neubewertung selbstredend fällig.

 

c.       Zwar ist es grundsätzlich nicht ausreichend, vergleichend zu remonstrieren. Dennoch ist im Prüfungsrecht die Geltung von Art. 3 I GG anerkannt. Deshalb kann man jedenfalls ergänzend auf andere Arbeiten hinweisen, in denen zum Beispiel die Prüfung eines Aspektes mit "schön gesehen" kommentiert wurde; während man selbst nur ein "überflüssig" erntete.

3.            Endlich sollte man darum bitten, die Note zu verändern. Das kann zum Beispiel so aussehen:

Nach alledem darf ich Sie daher freundlichst bitten, die festgesetzte Notenstufe nochmals einer kritischen und wohlwollenden Prüfung zu unterziehen.

Dem Professor oder dem Korrektor eine Benotung explizit vorzuschlagen, kann nicht empfohlen werden. Jedoch sollte man anklingen lassen, wo man hin möchte.

Mit freundlicher Unterstützung von

Thomas Diehn, 19. Mai 2000

 

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 Was ist "das Rep"?

 

Hinter dieser Abkürzung (tatsächlich: Repetitorium) verbirgt sich die Bezeichnung für einige Monate leidigen Schuftens vor dem Staatsexamen.

Um sich auf die Pflichtfachprüfungen vorzubereiten, werden alle relevanten Themengebiete des Grund- und Hauptstudiums wiederholt und vertieft.

Nun hat man dabei drei Möglichkeiten:

Man nutzt die Angebote des Unireps, wobei in Vorlesungen gedrängt der relevante Stoff behandelt wird. Zusätzlich besucht man den Klausurenkurs, bei dem einmal in der Woche eine Examensklausur und, wenn gewünscht, Korrektur angeboten wird.

Man geht zu einem privaten Repetitor, meist auch Autoren von Skriptenreihen, die ebenfalls den relevanten Stoff behandeln und dabei besonders die Falllösung trainieren. Es heißt, dort bekomme man das Wissen für viel Geld eingehämmert.


Man bildet eine Lerngruppe, nutzt vielleicht auch noch den Klausurenkurs der Uni und bereitet sich ohne Rep auf das Examen vor.


Mischformen von all dem ist natürlich auch immer drin.

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  Was heißt "Examen ohne Rep"

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Am Ende des Jurastudiums erwartet uns alle das gleiche Schicksal: das Staatsexamen. Wie besteht man das wohl? Dafür gibt es viele Rezepte. Die am ehesten gewählte Methode ist dabei der Besuch eines privaten Repetitoriums. Vielerlei heißt es, dies sei der besonders erfolgversprechende Weg. Schließlich gehe man hierbei sicher, alle prüfungsrelevanten Gebiete irgendwie durchzupauken. Andere greifen auf das Unirepetitorium zurück. Auch hierbei entscheiden die Veranstalter und nicht die Besucher, welcher Stoff behandelt wird und wann. Die ganz Mutigen aber wagen sich an das Staatsexamen ohne Repetitorium.

Drei bis fünf Studenten finden sich Anfang des Semesters zusammen, meist über einen Aushang an Pinnwänden, um gemeinsam die Examensvorbereitung in Angriff zu nehmen. Hierbei ist ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Disziplin gefragt, was viele eher abschreckt. Aber auch wenn man genug Selbstvertrauen und Willen besitzt, so ist es doch schwierig, sich von der Panik aller nicht mitreißen zu lassen. Wie aber funktioniert das Examen ohne Rep nun genau?

Das besonders reizvolle hierbei ist natürlich, dass es gerade keine starre Vorgehensweise gibt. Ohne Repetitorium, so heißt es oft, ist man freier. Das bedeutet aber nicht, dass diese Studenten nur Freizeit haben und nur einmal im Monat die Prüfungssimulation der Uni besuchen. Es erscheint viel eher, als seien die Studenten, die kein Repetitorium besuchen, von ganz besonderem Eifer gepackt.

Besondere Bedeutung in der Lerngruppe hat der Lernplan. Der wird in den ersten Treffen erstellt, wobei alle an den Inhalten mitwirken. Es werden die Termine festgelegt, an denen zu den jeweiligen Themengebieten Sitzungen stattfinden sollen. Hierbei wird natürlich auch Urlaub eingeplant. Steht der Lernplan fest, dann gilt es, sich gut auf die Sitzungen vorzubereiten. Dazu gehört einmal, sich inhaltlich fit zu machen. Zum anderen ist immer einer von den Lernenden an der Reihe, einen Fall zur gemeinsamen Lösung vorzubereiten. Wer dies bei welchem Thema übernimmt, wird ausgelost. Damit wird gewährleistet, dass jeder sich auch mal in einen Stoff zu vertiefen hat, der ihm nicht so liegen mag.

Und hier kommt noch einmal die Disziplin ins Spiel. So sehr kommt es auf sie nämlich plötzlich gar nicht mehr an. In einer gut funktionierenden Lerngruppe besteht genug Druck, dass sich die Studenten auf die Sitzungen sehr genau vorbereiten. Sie sind darauf angewiesen, miteinander zu arbeiten. Soziale Verantwortung schafft hier vielleicht einen noch größeren Anreiz als der gehobene Zeigefinger des Repetitors.

So geht es dann bis zum Staatsexamen. Dabei lernt man nicht nur Jura, sondern auch Eigenorganisation und Teamfähigkeit. Fähigkeiten, die heute mehr denn je gefragt sind.

 

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 Leidensgenossen im Examen...

 

In der Vorbereitungszeit zum Examen gibt es einiges, über das man sich mit anderen austauschen möchte.

Ob ihr Lerngruppen sucht oder Erfahrungsberichte, es lohnt sich ein Blick auf die Seiten der Foren von Juraexamen.com.

Verwandte Links:

http://www.juraexamen.com/forum/


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Telefon 02505 936924


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ddhttp://www.richter-verlag.de/index.php?id=34&tt_products%5Bcat%5D=18&cHash=106fa8405b54a97e40d5703345afcacb

http://www.repetitorium-hofmann.de/download.php

http://www.jurawiki.de/LernTechnik

http://www.niederle-media.de

http://www.rauda-zenthoefer.de

http://www.fall-fallag.de

http://www.hemmer.de

http://www.jurabiblio.de

http://www.jurawiki.de/JuristischeLiteratur

http://www.jura-rep.de/index.php?id01=1&id02=1

http://www.praedikatsexamen.com

http://www.skriptorama.de

http://www.jurawelt.com/studenten/examenohnerep/

http://www.marco-wicklein.de/skripte.html

http://www.jura-one.com/hannover/jura-repetitorium/jura-one-hannover.html

http://www.jura-unterricht.de/pages/index.html

http://www.jura-intensiv.de

http://www.alpmann-schmidt.de

 

 

 

 

 

http://www.boersenblatt.net/403129/

11.11.2010Interview

"Das gedruckte juristische Buch hat keine Zukunft"

Der Rechtswissenschaftler Fritjof Haft hat die CD-ROM-Reihe "Normfall Trainer 2.0" (Boorberg) für Jurastudenten entwickelt. Im Interview mit Boersenblatt.net spricht er über die Ursachen schlechter Examensergebnisse und erklärt, warum für Juristen in Ausbildung und Beruf kein Weg mehr am Computer vorbeiführt.

Viele Jurastudenten haben Schwierigkeiten, sich effektiv und effizient auf das Examen vorzubereiten. Gegen Ende ihres Studiums geraten Sie daher zunehmend unter Stress. Woran liegt das?
Fritjof Haft: Das hat viele Ursachen. Die wichtigste: In den juristischen Prüfungen wird kein Wissen abgefragt, das man lernen kann. Vielmehr werden Rechtsfälle zur Bearbeitung gestellt. Dazu benötigen die Studenten Fertigkeiten. Diese setzen ein Training voraus, das weder in Lehrveranstaltungen noch in Lehrbüchern vermittelt werden kann. Man kann es mit dem Klavierspielen vergleichen. Alles Wissen über das Instrument und Musik nützt nichts, wenn man nicht übt. Juristische Übungsmöglichkeiten gab es bislang aber nicht.

Um welche Fertigkeiten geht es denn genau im Jurastudium?
Die Studenten müssen zwei Grundfertigkeiten trainieren, das Strukturdenken und das Normalfalldenken. Strukturdenken ermöglicht es ihnen, Fälle anhand von juristischen Strukturen, die sie bei Bedarf anhand der Gesetze und der juristischen Dogmatik selbst bilden müssen, fachgerecht zu bearbeiten. Und das Normalfalldenken hilft ihnen dabei, die vielen Problemfälle, die im Studium und im Examen dominieren, als Abweichung von Normalfällen zu analysieren und mit Argumenten vertretbar zu entscheiden.

Wie kann der Computer beim Erwerb dieser Fertigkeiten helfen?
Er ermöglicht erstmals ein Training, durch das die beiden genannten Fertigkeiten anhand von Fällen eingeübt werden können.

Und wie hat das früher ohne Computer funktioniert?
Überhaupt nicht. Die schlechten Noten in den juristischen Prüfungen belegen dies genauso wie die Berufstätigkeit vieler Juristen. Gute Anwälte sind noch seltener als gute Ärzte. Nehmen Sie als Beispiel das Steuerrecht. Kaum ein Anwalt oder Richter beherrscht es, obwohl es zum Recht gehört. Der Bundesgerichtshof hat hier sogar die Beauftragung von Gutachtern zugelassen – das ist unglaublich. Gutachter erklären dem Gericht deutsches Recht.

Am Computer führt also kein Weg mehr vorbei?
Nein. Allerdings gilt die Nutzung der modernen Informationstechnik in Deutschland unter vielen Juristen immer noch als Inbegriff des Inhumanen und wird deshalb heftig abgelehnt. In keiner anderen Disziplin gibt es so etwas. Deshalb haben wir die Chancen des Computers im Recht bislang nicht ergriffen. Heute müssen wir dieses Denken überwinden. Dazu gibt es keine Alternative. Ohne den Computer wird weder das Lernen noch später die Berufsausbildung gelingen.

Wie funktionieren die "Normfall Trainer 2.0"-CDs?
Entscheidend ist beim Einsatz des "Normfall Trainers" die Aktivität des Studenten. Er muss bei jedem Strukturpunkt überlegen, wie der jeweils nächste Schritt aussehen wird. Damit erwirbt er anhand einer begrenzten Stoffmenge die methodischen Fähigkeiten für eine unbegrenzte Vielzahl und Vielfalt von Fällen. Das Auswendiglernen von Definitionen hilft dagegen methodisch nicht weiter. Die Zahl der Definitionen wie der Fälle ist viel zu groß, als dass dies möglich wäre.

Immer mehr Verlage setzen zumindest auch auf digitale Angebote. Haben gedruckte Lehrbücher auf Dauer überhaupt noch eine Zukunft?
Das gedruckte juristische Buch hat keine Zukunft. Das gilt nicht nur für das Lehrbuch, sondern auch für Kommentare, Monografien und sonstiges juristisches Schrifttum. Im literarischen Bereich ist das anders. Da gehört zum Lesen die Freude am Buch. Im Recht geht es dagegen um den Zugriff auf Informationen, so rasch und so gut wie nur möglich.

Wie beurteilen Sie den derzeitigen Stand der Technik in diesem Bereich?
Wenn die Verlage gedruckte Texte mit ein paar IT-Anreicherungen, etwa Hypertextfunktionen, versehen und ins Internet stellen, so handeln sie wie Gutenberg, dessen Bibel so aussah, als wäre sie von Hand geschrieben. Auch die Erfinder des Automobils handelten so, als sie ihm die Gestalt einer Pferdekutsche gaben. Erst allmählich merkte man, dass diese Erfindungen ganz neue Möglichkeiten eröffneten. Die Verlage sind durchweg noch in der Kutsche unterwegs. Von der vollen Nutzung der Möglichkeiten der Technik sind sie meilenweit entfernt.

Welche Pläne haben Sie selbst für die Zukunft?
Ich habe eine Professur an der neu gegründeten privaten EBS Law School der EBS Universität in Wiesbaden übernommen und plane, dort alle Möglichkeiten des IT-gestützten Lernens zu realisieren, die Forschung zu Computers and Law voranzubringen und auch das Thema Konfliktmanagement einzubringen. Dabei geht es zum Beispiel um den strukturierten Informationsaustausch zwischen streitenden Anwälten beziehungsweise Mandanten und Gerichten. Das seit der Antike im Prinzip nicht mehr modifizierte Modell des kontradiktorischen Gerichtsverfahrens könnte auf diese Weise substantiell verbessert werden – dank moderner Informationstechnik. Wir stehen mitten in der dritten Medienrevolution.

Zur Person:
Fritjof Haft (70) war von 1982 bis zu seiner Emeritierung 2005 Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1999 gründete er die Normfall GmbH in München. Das Software-Unternehmen hat sich auf Lern-, Entscheidungs- und Informations-Tools für Juristen spezialisiert. Hafts Vision ist es, Beiträge zum besseren Umgang mit Komplexität und Informationsdefiziten in der modernen Gesellschaft zu leisten.

Mehr zum Thema computergestütztes Lernen für Juristen lesen Sie im aktuellen Börsenblatt-Extra RWS, Heft 45/2010.

Interview: Christian Winter   -   

http://www.normfall.de/normfall-manager/grundlagen.html